Mittwoch, 4. Januar 2017

Art Journal - Tiere aus altem Zoologie-Buch

Hallo Ihr Lieben,

neulich fand ich ein altes Zoologiebuch auf dem Flohmarkt. Von 1898 und schon stark abgegriffen, mit Kritzeleien und Unterstreichungen. Perfekt also fürs ArtJournaln!

Ich hatte da noch ein kleines Skizzenbuch von Muji in der Größe 10 x 15 cm, das auf Beachtung wartete.

Für jeden Tag hab ich eine tierische Abbildung aus dem Buch gerissen und mir einen Kommentar dazu ein fallen lassen. Manchmal kommt die Idee sofort, manchmal passiert im Gehirn rein gar nichts. Aber am Ende ist immer irgendwas dabei rausgekommen. Seht selbst! ;)

Dies ist das Buch, aus dem ich die Abbildungen entnommen habe. Den zweiten Teil "Leitfaden der Botanik" hab hab ich direkt neben "den Tieren" gefunden. Vielleicht mache ich damit auch noch etwas. Mal schauen...
Hier habe ich eine Abbildung, die nach links schwimmt mit einem meiner Stempel kombiniert, der nach rechts schwimmt. Mit ein bisschen Effekt-Garn als Pflanzen garniert.

Das Hochkant-Format hab ich nur für diese zwei Seiten verwendet. Nebeneinander, so dass die Tiere sich gegenüberstehen und sehen können, fand ich besser. Dem Wiedehopf hab ich eine grüne Frisur verpasst und den Baum etwas weitergezeichnet.
Das Flughörnchen fand ich putzig. Auch wenn es äußerlich harmlos aussehen mag, so steckt vielleicht doch ein kleiner Superman in ihm.
Nein, das Schnabeltier ist nicht merkwürdig. Es ist gut so, wie es ist. Wir wollten es gar nicht anders haben.
Die Qualle habe ich ein wenig mit Glossy-Kleber und halben Perlchen aufgehübscht.
Kleine Hommage an Michael Jackson. Man kann auch beides sein. Nicht nur schwarz ODER weiß.
Bei Pinterest hatte ich nach einem Spruch zum Thema "Schlange" gesucht und diesen hier gefunden. Gibt nicht meine Meinung wieder. Ich kenne leider gar keine Schlangen.
Weil die kleinen Zeigestriche schon an der Abbildung dran waren, lag eine Beschreibung der Wohnungsaufteilung recht nahe. Genau so wohne ich auch. Allerdings habe ich zusätzlich noch ein kleines Bad...
Der 9. November war der Tag der Präsidentschaftswahl in den USA. Keine Ahnung, wieso ich dieses Zitat verwendet habe... Muss mir wohl irgendwo zugelaufen sein...
Zu den Perlen auf der Abbildung habe ich noch eine weitere hinzugeklebt. Ich wusste gar nicht, dass Austern auch ein ganzes Nest aus Perlen beherbergen können.
Der Hahn mag krähen, aber es sind immer noch die Hühner, die hier die Eier lagen.
Manche Tiere sind in dem Buch in einer Form abgebildet, die ihnen wirklich nicht schmeichelt. Im Text findet man noch den sachdienlichen Hinweis, dass die Hyäne wegen ihrer "widerwärtigen Stimme verhasst" sei. Da muss man ja schlechte Laune kriegen.
Hier konnte mein geliebter Fledermaus-Stempel mal wieder zum Einsatz kommen.
Ein Schwaningo! ;)
Leider ist mir erst später aufgefallen, dass "Hug a Hedgehog" alliteratorisch noch schöner gewesen wäre. Zu spät! Egal.
Noch ein Kandidat, der in einer unvorteilhaften und gemeinen Pose abgebildet wurde. Ich glaube, der Fuchs konzentriert sich nur ganz genau auf den sehr kleinen Prinzen, um ihn besser sehen zu können. Das ist kein hinterrückses Anschleichen.
Zu dem Schimpansen, der so traurig guckt, ist mir stundenlang nichts eingefallen.
Beim Leoparden fand ich schneller ein passendes Zitat.
Unter den Soldaten der Navy-Seals in Amerika heißt es "The only easy day was yesterday". Keine Ahnung, was das bedeuten soll. Kein Tag ist leicht, außer wir gucken morgen auf heute zurück??
Teile Dein Hobby mit anderen. Nur gemeinsam Fliegen ist schöner.
Steht in heutigen Biologiebüchern auch noch, was für Produkte man aus dem Tier machen kann? Dieser Pottwal sieht jedenfalls so aus, als freue er sich riesig seines Lebens.
Das Vögelchen ist der Hammer, oder?
Alleine auf'm Berg ist's schon recht langweilig...
Einfach aber effektvoll. Mein Lieblingsbildchen! :)
Obwohl - wenn man der Masse folgt, also ganz hinten läuft, dann kann man noch vor dem Abgrund stoppen.
Bär aus dem Buch und Bienenkorb auf Aquarellpapier gemalt und draufgeklebt. Im Foto sieht man gar nicht so gut, wie die goldenen Buchstaben glitzern.
Wenn diese Katze mal nicht irre guckt...! Da passte ein Spruch der Cheshire Cat aus "Alice im Wundeland" ganz gut. Und jetzt merkte ich gerade, dass ich auf dem Bild den Namen der Katze doch falsch geschrieben habe. Zu spät.
Die Fliege ist ein Rub-on.
Jeder kann sich ändern, aber nicht jeder kann es in dem Maße, wie eine Raupe.
Wenn Du die Hitze nicht verträgst, dann kitzle nicht den Drachen. Auch nicht den fliegenden Drachen!
Dünne Haut und hartes Herz wäre eine wirklich asoziale Kombination.
Die Eule guckt so überrascht... Für das Eichenlaub hab ich mir schnell einen Stempel geschnitzt. Den kann man ja immer wieder mal brauchen.
Sei nicht spießig. Oder sei es! Jeder, wie er mag. Das ist ein freies Land, wo jeder nach seiner Facon selig werden soll.
Der rechte und der linke Flipflop sind gleicher als Mann und Frau.
Wenn man nämlich vor Angst erstarrt auf dem dünnen Zweig sitzen bleibt, kommt man nie auf einen grünen.
Freu Dich über die kleinen Dinge am Wegesrand.
Kleiner Wortwitz.
Auf dem roten Holzherz sorgt Glossy-Kleber für etwas Glanz. Ich hab mich wieder einmal auf das fokussiert, was wirklich wichtig ist: der Glitzer-Effekt.
Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft, sondern aus unbeugsamem Willen. Und Schärfe des Fotos nicht aus der Menge an Bildpunkten, sondern aus der Fähigkeit die Kamera still zu halten.
So kurz vor Weihnachten macht das Rentier den Abschluss in meinem kleinen Skizzenheft.

In bewegten Bildern könnt Ihr das Heftchen noch mal auf Youtube als Flip Through sehen.

Und nun Euch allen: ein fröhliches und kreatives 2017!
christina ;)

Dienstag, 29. November 2016

Blackoutpoetry - Überraschungsspaß mit Text

Hallo Ihr Lieben,

schon mal von Blackoutpoetry gehört? Ich bis neulich auch noch nicht. Irgendwo im Internet bin ich darüber gestolpert und fand das eine lustige Idee, die ich mal ausprobieren wollte.

Man nehme eine mit beliebigem Text bedruckte Seite und gehe dann vor wie Michelangelo beim Bildhauen: alles, was nicht dazugehört, kommt weg!

Man versucht eine im Text versteckte Message zu finden, indem man alles drumherum unkenntlich macht. Übermalen, durchstreichen oder sonstwie in den Hintergrund treten lassen. Der entstandene neue Text kann Sinn ergeben, muss aber nicht.

Ich hatte vor einiger Zeit im Kringloopwinkel ein Büchlein von 1938 gekauft, das niederländischen Studenten das Verfassen von englischen Geschäftsbriefen beibringt. Dieser völlig unpoetische Text diente als Grundlage für meine Blackoutpoetry, die dann immer noch mit etwas artjournaling dekoriert wurde. Ach, guckt einfach selber...


 Time to expect monster's letter. Mit Kulleraugen auf den Liebesbrief warten.

 Friends are first class. We shall be glad, if we bring the bear. Bär mit Geschenkschleife  und ein Schmetterlingsbrad.
 We regret the cigarette. Totenköpfe auf Nikotin-Hintergrund.

 Living is experience for such a short time. Bleiben oder wegfliegen?

 We recieved no refrigerator in this territory. Den hat hier auch keiner bestellt. Warum auch?

 We will matter in case of attention. Wir warten bloß noch drauf, dass mal jemand in unsere Richtung schaut...
 We have a similar october. We should be glad to present tomorrow. Und übermorgen wird das Wetter bestimmt noch besser.
 Our previous general will send us to Rotterdam & London. Geht schon mal die Koffer packen!
 In the meanstime we can only be the same. Wir könnten uns theoretisch auch ändern, aber wir finden uns gut so, wie wir sind.
 Damage your settled look. Und reiß einfach mal die Seite auf.
 You kindly traveller have the favour of anticipation. Wer nicht dabei ist, kann nicht daran teilhaben.
 Hurry up and please date me. Jetzt wird's romantisch.
 Your body might be able to brand this country. Marilyn Monroe im Partnerlook-Tütü mit der Seite.
 Making profit is not always possible. Aber auch nicht immer notwendig. Die besten Sachen macht man eh aus Spaß an der Freud.
 Friends are hope. Thank you! Das vierblättrige Kleeblatt hab ich in 'nem alten Buch gefunden.
 We will move that stone to meet you. Ganze Berge würden wir sogar versetzen, um Dich zu treffen.
 We sometimes hear glazed paper. Mit diesen Ohren hören wir auch das Grass wachsen.
You should keep the greatest moment. Ein Tiefpunkt war allerdings der Hintergrund, den ich mir ganz anders gewünscht hatte. Hat aber nicht geklappt. Retten kann man so ein Desaster aber immer mit einem fröhlichen Foto.

Probiert's einfach mal aus. Schappt Euch einen Text und findet die versteckte Nachricht. Viel Spaß wünscht Euch: christina