Montag, 18. April 2016

Upcycling: Reste des Fabric Journals werden zum Junk Journal

Hallo Ihr Lieben,

aus allerlei Papierresten und Bildern, die ich im Fabric Journal nicht unterbringen konnte, hab ich einfach ein neues Junk Journal aus Papier gemacht. Jetzt ist alles aufgebraucht, was ich mir für das Fabric-Journal-Projekt zusammengesucht hatte.

Hier ein kleines Video dazu:
video
sonnige Grüße: christina ;)

Dienstag, 12. April 2016

Upcycling: Fabric Journal - ein Stoffbuch für Notizhefte

Hallo Ihr Lieben,

jetzt hab ich mal meine Stoffsucht mit meinem Papierwahn kombiniert und ein sogenanntes Fabric Journal fabriziert. Dazu inspiriert haben mich die Youtube-Videos von Innkeeper.

Ich habe also ein Buch zum Thema "Nähen" genäht und es mit Notizheften vollgestopft, in denen man z. B.  seine Nähideen  notieren könnte. Dazu verwendet habe ich allerlei Zeug, was ich vor längerer oder kürzerer Zeit gekauft, geschenkt oder vererbt bekommen habe. Alles Kleinigkeiten, die mir am Herzen liegen. Die Buchseiten an sich bestehen aus altem Leinen von Tante Frieda, auf dem noch notiert steht "10 Meter Leinen, 1932". Da hineinzuschneiden fühlt sich zwar an wie ein Verbrechen an der Vergangenheit, aber da es ein wirklich großes Stück Stoff war, konnte ich mich doch noch überwinden.

 Auf dem Frontcover finden sich ein geblümtes Kindertaschentuch, das ich vor vielen Jahren geschenkt bekam und das endlich eine Verwendung fand. Außerdem ein gehäkeltes Deckchen, das ich letzten Monat im Second Hand Laden für 50 Cent erstand, der große Verschlussknopf mit den Fliegenpilzen war ein Weihnachtsgeschenk meiner Tante Ulrike, das Bild der Vintage Lady an der Nähmaschine stammt von Pinterest und die kleine Schere und das Stoffstück mit der Yard-Inches-Angabe habe ich vor zwei Wochen bei einem Ausflug nach Oldenzaal mit meinen Freundinnen gekauft.
 Hinter dem Taschentuch steckt ein Notizbuch mit kaffeegefärbten Seiten, damit es schön alt aussieht und zum Thema passt. Und aus dem Yard-Inches-Stoffstückt guckt ein kleines Blöckchen hervor, das ich aus den Restabschnitten der Notizbücher gebastelt habe. Die rosa Knöpfe habe ich auf einen Pinterestausdruck genäht und die Kanten des Papiers etwas angebräunt. Hinter dem Rosenstoff versteckt sich noch ein großes Designpapierstück mit Platz für Notizen, das die Seite in Form hält.
 Seite 2 und 3: Hier habe ich die Innkeeper-Idee mit dem zweiseitigen Stoff aufgenommen, Blümchen und Streifen aneinandergenäht und dann die Ecke umgeknickt. Dahinter ist ein schmales Notizheft. Noch dahinter ein weiteres in quadratischem Format.
 Seite 2: Die Dame an der Nähmaschine stammt wie alle anderen Bilder auch von Pinterest, die Druckknöpfe hab ich in meinem Fundus entdeckt. Keine Ahnung, wie lange die schon dort liegen. Die anderen Knöpfe habe ich auf dieses süße Vögelchenbild genäht.
Seite 3: Meine Mutter bekam neulich als Dankeschön für eine Spende zwei geklöppelte (?) Spitzen-Anhänger, mit denen sie nichts anfangen konnte, von denen sie aber wusste, dass das was für mich ist. Ich hab mich darüber riesig gefreut, die Anhänger kurz durch den Kaffee gezogen, weil sie mir zu weiß waren und den einen Anhänger auf dieser Seite verwendet und den anderen auf der nächsten. In die Ecke aus zart behäkeltem Taschentuch (Geschenk) habe ich noch ein Tag mit Ersatznähnadeln (die waren mal bei irgendeinem anderen Nähutensil dabei)  gesteckt und an den Hemdknopf einen Ersatzknopf, den ich mal an einem Nachtgewand hatte. Das Teil, das wie ein dreiblättriges Kleeblatt aussieht. 
 Seiten 4 und 5: Zwischen Seite 3 und Seite 4 befindet sich auch noch ein blaues Heft.
 Seite 4: Da ist der zweite Spitzenanhänger. Zum Glück hab ich auch meine alten Nähhefte, die ich mit meiner Mutter mal auf dem Weerselose Markt entdeckt habe, wiedergefunden und ein Stück davon als Hintergrunde für das Bild verarbeitet. Hinter dem Bild steckt eine Karte zum Beschriften und unter dem anderen Stoff ein Notizheft mit einem Erdbeerengriff.
 Seite 5: Das Deckchen hab ich vor über 10 Jahren gehäkelt, jetzt mit Kaffee gefärbt und hinter die Pinterest-Dame genäht. Auch die Garnhalter habe ich ausgedruckt und dann mit farblich passendem Garn umwickelt. Unter dem Stück Stoff mit der Kleiderpuppe steckt ein kleines Notizbuch, hinter dem Blümchenstoff ein großes. Das alte blaue Maßband habe ich mal auf dem Osnabrücker Nachtflohmarkt entdeckt und umsonst bekommen. Voll nett! :)
 Seiten 6 und 7: Eine etwas spartanische und eine vollgepackte Seite. In der Mitte des Häkeldeckchens sitzt einer der alten Knöpfe, die mir meine Mutter mal gegeben hat mit dem Hinweis, dass sie die Umstandsbluse, die sie vor meiner Geburt gekauft hatte, zwar entsorgt hat, aber bei den Knöpfen gedacht hat, ich hätte dafür noch Verwendung. Die sind soooo niedlich!
 Seite 6: Dieses Yoyo (Fachbegriff für das rosettenartige runde Teil mit dem grünen Knopf) habe ich vor 2 Jahren als Anstecker genäht. Jetzt steckt es an der Seite 6. Hinter den verschiedenen Stoffschichten lugen blaue Karteikarten hervor. Hinter der letzten Schicht eine locker zusammengebundene Papiersammlung im Rosendesignpapier.
 Seite 7: Da steckt eine ganze Menge Zeug drin: ein kleines Blöckchen hinter dem Scherenstoff, ein kleines Notizheft hinter dem gestreiften Stoff, der mal ein Hemd meines Bruders war und noch dahinter ein größeres Notizbuch, auch in rosa. Die weißen Stoffwäscheknöpfe habe ich neulich im Rot-Kreuz-Laden aufgespürt und bei der Frage nach dem Preis, sagte mir die Verkäuferin: "Ach, die sollten doch längst weg sein, die sich ja schon stockig." Ich sah meine Felle schon davonschwimmen und fürchtete, sie würde die Knöpfe gleich entsorgen. Ich rief "NEIN! Die sind genau das, was ich gesucht habe!" - "10 Cent?" - "Gerne!!" :))) Die gehäkelte Spitze am  unteren Seitenende ist auch von Tante Frieda und war wohl mal die Umrandung einer runden Tischdecke.
 Seiten 8 und 9: Das Deckchen ist auch aus dem Second Hand Laden. Die Wimpelchen hatte ich mal für meine Küchengardine genäht. Da hatte ich wohl zuviele gemacht und diese waren übrig, so dass sie hier endlich ein neues Zuhause finden konnten.
 Seite 8: Das "tempus fugit" habe ich vor Jahren gestickt, zehn mal hintereinander. So kann man die Zeit auch rumkriegen... Jetzt hab ich ein "tempus fugit" abgeschnitten und als Bilder-Halterung auf dieser Seite angebracht. Darauf noch eine kleine Schere und zwei süße Mini-Garnspulen-Knöpfe angenäht. Ebenfalls von Tante Frieda sind das kleine Tütchen mit Monogramm-Applikationen und die Bordüren, auf denen "Damenwäsche" und "Schürzen" gestickt steht.
 Seite 9: Ganz großartig finde ich den Spruch auf dem Stoff: "Ich werde keine Stoffe mehr kaufen, bis ich nicht den Vorrat zuhause verarbeitet habe, sagte ich und lachte und lachte..." Ja, so geht's mir auch! Dahinter wieder ein Blöckchen. Hinter dem Kopf der Dame ist ein Häkeldeckchen, das ich vor zwei Wochen bei meinen Eltern gehäkelt habe. Meine Mutter hatte noch ein Musterexemplar, aber die Anleitung nicht mehr. Wir haben uns das Muster aber zusammen ausgetüftelt. Bloß reichte das Garn nicht ganz... Egal! Die Spitze unten habe ich mir neulich in meinem Lieblingsstoffladen gegönnt. Ganz hinten ein rot-gemustertes Notizheft mit einem Notenblatt , das ich aus einem Liederbuch gerissen habe.
Seiten 10 und 11: auf beiden Seiten Deckchen aus dem Second Hand Shop,
Seite 10: Hier noch einmal die Doppelstoff-Idee. Dahinter ein Notizheft mit einem ausgedruckten Vintagebild und aufgeklebter Spitze.  Wieder ein mini-Blöckchen und ein gestreiftes Heft hinter dem Schriftstoff. Die ollen Knöpfe gab's neulich im Kringloop in Uelsen. Die Spitze am unteren Ende der Seite gehörte ebenfalls mal Tante Frieda.
Seite 11: Ein paar Pinterest-Ausdrucke. Ganz süß ist die Nähanleitung für Scarlett O'Haras Kleid aus "Vom Winde verweht". Hinter dem blau-gepunkteten Stoff (alter Bettbezug) wohnt ein rosa-gepunktetes Notizheft.
Seite 12: Die Rückseite hat noch mal das volle Notizheftprogramm: ein geblümtes, ein offenes mit linierten Blättern und eins ohne Seiten, dafür mit Klebezetteln.

Und hier noch ein paar Detailfotos:










Wirklich eine schöne Idee, um einigen Schätzen aus dem Nähkästchen einen würdigen Rahmen zu geben. Upcycling as it's best!
sonnige Grüße: christina ;)